Wir und die Welt

 

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Ich wär so gern an einem andern Ort ...

So beginnt ein Lied, das meines Erachtens nach, das Lied mit der besten Aussage der letzten Jahre hat. Wohin gehen wir und was wird aus uns? Wir haben Freizeit, um diese zu verplanen. Erst sitzen wir in der Schule und arbeiten den Lehrplan nach einem Stundenplan. Auf der Uni gibt es Seminare, Kurse und viel Studienkollegen. Im Job werden neun Stunden auf möglichst produktive Weise abgearbeitet. Was bleibt dazwischen? Zeit für Freunde und Familie. Kaum ist Freitag, überlegt man sich, was es wohl am Wochenende zu tun gibt.

Eigentlich sind wir ständig auf der Flucht. Wir flüchten vor uns selbst. Jeder wünscht sich ein wenig Zeit für sich. Doch dafür muss man bereit sein. Es ist schwieriger auf sich selbst einzulassen, als auf Beziehungen. Denn in einer ruhigen Stunde tauchen die Fragen auf. Was will ich vom Leben und was will es von mir? Vor der Antwort haben wir Angst, weil sie uns aus dem angenehmen Sumpf rausziehen. Das Leben ist nun mal kein ruhiger Fluss. Auch wenn er reguliert ist, kann er über die Ufer treten. Ein kleines Erlebnis kann unser Leben aus den Fugen bringen wie der letzte Regentropfen, der aus dem Fluss ein hochwasserführendes, lebensgefährliches Gewässer macht. 

 Wir haben soviel Schiss vor uns selber, dass wir unsere kostbare Zeit, die wir auf Erden haben, lieber verborgen oder verschwenden. Es ist wie das Wasser - erst, wenn wir merken, dass es nicht mehr da ist, wissen wir, was wir verloren haben.

14.7.09 21:02


Was ist fremd

Heute habe ich in einer Zeitung gelesen, dass die Rechten wieder auf dem Vormarsch sind. Die Akzeptanz für diese Ideologien scheinen wieder größer zu werden. Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit - BlaBla-Gründen. Der einzige Grund ist, dass sich Geschichte wiederholt. Der 2. Weltkrieg ist ein schönes Beispiel: kaum haben die Versehrten aus dem 1. Weltkrieg ihre Wunden geheilt, sind sie schon ihrem Führer ins Verderben nachgelaufen. Ich verstehe die Menschen nicht. Die Zeitspanne zwischen dem 1. und dem 2. Weltkrieg beträgt knappe 20 Jahre. Ist es möglich, dass während dieser Zeit alle Wunden heilen oder hat man nie ausgekämpft?

 Ich frage mich, wie lange es wohl dauern wird, bis wir wieder in der Zeit von vor 60 Jahren sind. Warum fällt es uns so schwer, Fremde zu akzeptieren? Es sind doch auch Menschen.

 Es ist das Machtgehabe. Das Gefühl, besser zu sein als die Fremden. "Der Neger da drüben gehört nicht zu uns." "Die Türkenmama mit ihrem Kopftuch geht mir voll auf den Geist." Ich weiß noch immer nicht, was sie uns getan haben. Allerdings habe ich auch keine Ahnung, was mir die Juden getan haben.

 Aber ich weiß, dass jemand aus meiner Family im KZ gestorben ist. Und das waren sicher nicht die Juden.

8.7.09 20:01


Der Anfang...

Am Anfang steht die Tatsache, dass ich mich der Community öffne. Ein Weblog soll doch ein Tagebuch sein.

Ich hab mein Tagebuch noch nicht einmal abgeschlossen. Jeder kann es lesen. Es steht für jeden offen. 

Hab ja auch nichts zu verheimlichen. Das, was Ihr wissen dürft, erfährt  Ihr, und was nicht, das nicht.

Heute ist ein schöner Tag. Bei mir hat die Sonne gescheint. Ich sitze nur gerade im dunklen Zimmer. Die Jalousien sind heruntergezogen, weil die Sonne auf den Bildschirm blendet.

 

Dafür habe ich das Licht eingeschaltet. Sonst kann ich nichts sehen. 

 

Draußen fühlt es sich nach Frühling an.  Die Vögel zwitschern aufgeregt. Sie bauen Nester und ich glaube, dass ich heute schon die ersten Knospen eines Strauches gesehen habe. Und ein Zitronenfalter ist vor meiner Windschutzscheibe geflattert. Gott sei Dank hat er es überlebt. Ich weiß nicht, ob es ein gutes Omen ist, wenn man die ersten Frühlingsboten mit dem Auto überfährt.

Frühling ist für mich ein Neubeginn. Das ist nicht so wie Neujahr. Zum Jahreswechsel haben wir Vorsätze, die wir am nächsten Tag wieder verwerfen. Frühling ist anders. Alles erwacht aus dem Winterschlaf. Wir erwachen aus dem Wintertrott.

 

Das schönste am Frühling? Die dicken Winterjacken und globigen Stiefel verschwinden irgendwo weit weit hinten im Kasten. Und die kräftigen Sonnenstrahlen wärmen das Gesicht. 

 

 Es ist ein Neubeginn. Noch steht das ganze Jahr vor mir. Ich bin neugierig, was es bringt, aber es wird gut.

27.2.09 16:26





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